Sonne, Strand, Meer. So sieht der perfekte Urlaub für viele Familien aus. Den Tag am Strand verbringen, unter dem Sonnenschirm liegen, sich im Meer abkühlen und eventuell die ein oder andere Partie Beachvolleyball spielen. Dennoch sollten vor allem Familien mit kleineren Kindern darauf achten, sie nicht zu lange der Sonne und der Hitze auszusetzen. Denn die Kleinen können leicht überhitzen oder bekommen einen Sonnenstich.

Strandspaziergang mit Kind bei Sonnenuntergang

Gefahrenquellen am Strand

Bevor ihr eure Kleinen im Sand spielen lasst, kontrolliert immer vorab, ob sich Scherben, Zigarettenstummel oder andere Verunreinigungen im Sand befinden. Scherben können zu schmerzhaften Schnittverletzungen führen und Zigarettenstummel zu Vergiftungen, wenn diese in den Mund genommen werden.
Wenn ihr euch an einem Strand mit besonders vielen Muschelsplittern, scharfen Steinen, Seeigeln oder scharfkantigem Strandgras in den Dünen befindet, solltet ihr eurem kleinen Liebling besser spezielle Wasserschuhe anziehen. So sind die zarten Füße immer ausreichend geschützt.
Achtet ebenfalls darauf, dass eure Kleinen nicht zu tiefe Löcher im Sand buddeln. Es sind Fälle bekannt, bei denen Kinder unter einstürzenden Sandmassen begraben wurden und erstickten.

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Wie lange dürfen Kinder in die Sonne?

Kinderhaut ist empfindlicher als die Haut von Erwachsenen, da sie noch keine Lichtschwiele aufbauen kann und so den UV-Strahlen der Sonne schutzlos ausgeliefert ist. Was als gesunde Urlaubsbräune angesehen wird, ist in Wirklichkeit die Abwehrreaktion der Haut vor ultravioletter Strahlung. Welche Eigenschutzzeit die Haut hat und wie sonnenempfindlich sie, ist hängt ganz allein vom Hauttyp ab.

Es gibt 6 verschiedene Hauttypen:

  • Hauttyp 1: Keltischer Typ (Eigenschutzzeit 5-10 Minuten)
  • Hauttyp 2: Nordischer Typ (Eigenschutzzeit 10-20 Minuten)
  • Hauttyp 3: Mischtyp (Eigenschutzzeit 20-30 Minuten)
  • Hauttyp 4: Mediterraner Typ (Eigenschutzzeit 30-90 Minuten)
  • Hauttyp 5: Dunkler Hauttyp (Eigenschutzzeit >90 Minuten)
  • Hauttyp 6: Schwarzer Hauttyp (Eigenschutzzeit >90 Minuten)

Kleinkinder sind immer dem ersten Hauttyp zuzuordnen, da ihre Haut noch keinen Abwehrmechanismus gegen die Sonne besitzt. Ihre Eigenschutzzeit liegt also unter 10 Minuten.

zwei Mädchen schwimmen im Meer

Was ist bei Sonnencreme für Kinder zu beachten?

Achtet darauf, dass die Sonnencreme sowohl einen UVA- als auch einen UVB-Schutz enthält. UVA-Strahlen dringen tief in die Haut ein und können Hautkrebs verursachen. UVB-Strahlen hingegen sind verantwortlich für den Sonnenbrand. Der Lichtschutzfaktor auf den Sonnencremes bezieht sich daher immer auf die UVB-Strahlung. Beträgt die Eigenschutzzeit 10 Minuten und es wird eine Sonnencreme mit Lichtschutzfaktor 30 aufgetragen, kann man sich theoretisch 300 Minuten (Eigenschutzzeit x Lichtschutzfaktor) in der Sonne aufhalten, ohne einen Sonnenbrand zu bekommen. Ärzte raten aber, bereits nach der Hälfte der Zeit nachzucremen und sich in den Schatten zu begeben. Nachcremen verlängert übrigens nicht die Schutzwirkung, sondern sorgt nur dafür, dass alle Körperstellen immer ausreichend mit Sonnencreme bedeckt sind. Denn durch Schwitzen, Schwimmen und Abtrocknen kann dieser Schutz löchrig werden. Besonders gründlich sollten die Sonnenterrassen wie Fußrücken, Nacken, Schultern und Nase eingecremt werden.
Fragt ihr euch jetzt, welche Sonnencreme denn nun die Beste für Kleinkinder ist, können wir euch die Sonnencreme-Tests der Stiftung Warentest empfehlen. Hier werden ausgewählte Sonnencremes gründlich getestet. Neben speziellen Kinder-Sonnencremes könnt ihr aber auch Sonnencremes ohne Duft- und Konservierungsstoffe verwenden. Für Kinder sind außerdem Sonnencremes mit mineralischem Filtern vorzuziehen. Anstatt wie bei den chemischen Filtern in die oberste Hautschicht einzudringen, liegen sie nur auf der Haut auf und reflektieren die UV-Strahlen. Babys unter einem Jahr sollten noch nicht mit Sonnencreme eingecremt werden, da diese das Schwitzen erschwert und zu einem Hitzestau führen kann. Besser ist es, euer Baby mit weiter luftiger Kleidung zu schützen und es immer im Schatten zu halten.

Wichtig: Der Zusatz „wasserfest“ auf manchen Sonnencremes bedeutet nur, dass nach einem 20-minütigen Bad noch mindestens die Hälfte des UV-Schutzes besteht. Deshalb: Nach dem Baden trotzdem immer gründlich nachcremen.

Junge mit Sonnenbrille spielt mit Sand

Kleidung als Sonnenschutz

Noch besser als Sonnencreme ist jedoch Kleidung auf der Haut. Es muss dabei nicht unbedingt spezielle UV-Schutzkleidung sein. Ein normales weißes Baumwoll-T-Shirt hat einen Lichtschutzfaktor von 5-10. Je dunkler die Farben, desto höher der Schutz, desto mehr wird aber auch die Wärme absorbiert. Wenn normale Baumwollstoffe jedoch nass werden, büßen sie auch an UV-Schutz ein. Deshalb ist für das Baden UV-Schutzkleidung durchaus sinnvoll. Außerdem sind für Kleinkinder Sonnenhüte mit breiter Krempe Pflicht, die sowohl den Nacken als auch das Gesicht schützen und so einem Sonnenstich vorbeugen. Die empfindlichen Kinderaugen sind ebenfalls vor der UV-Strahlung zu schützen. Achtet beim Kauf einer Kindersonnenbrille auf das CE-Zeichen und auf einen 100% UV-Schutz bis 400 nm der Filterkategorie 3. Damit sollen 70-80% des sichtbaren Lichts absorbiert werden.

Wichtig: Auch bei wolkenbedecktem Himmel dringen UV-Strahlen durch. Diese werden durch die Wolken sogar noch reflektiert und verstärkt, sodass es zu einem Sonnenbrand kommen kann.

Tipp: Neben den altbekannten Sonnenschirmen kamen in den letzten Jahren immer mehr sogenannte Strandmuscheln in Mode. Sie spenden Schatten, schützen vor Windböen und dienen gleichzeitig als Rückzugsort für die Kinder, um ungestört einen Mittagsschlaf halten zu können oder ein Buch zu lesen.

Was tun bei Sonnenbrand?

Wenn sich trotz aller Vorsichtsmaßnahmen die Haut dennoch anfängt zu röten, sollten eure Kleinen keine Minute länger in der Sonne bleiben. Selbst im Schatten trifft noch ein hohes Maß an UV-Strahlung auf die Haut. Am besten ist es, nach drinnen zu gehen. Da verbrannte Haut dem Körper Wasser entzieht, sollten eure Kleinen viel Wasser trinken. Außerdem verschaffen kühle Umschläge auf den betroffenen Hautstellen Linderung. Auch Salben auf Aloe-Basis führen der geschädigten Haut wieder Feuchtigkeit zu, damit diese schneller heilen kann.

Kinderfuß am Strand im nassen Sand

Wie überstehen Babys und Kleinkinder die Hitze am besten?

  • Zwischen 11 und 15 ausschließlich im Schatten aufhalten, besser noch in einem kühlen Raum.
  • Bei heißen Temperaturen ist es für den Körper angenehmer tagsüber nur leichte Gerichte zu sich zu nehmen und die Hauptmahlzeit auf den Abend zu verlegen.
  • Es kann nicht oft genug erwähnt werden: Bei Hitze ist es wichtig, den Körper ausreichend mit Wasser zu versorgen. Das gilt für Groß und Klein gleichermaßen.
  • Bei der Kleidung ist weite Kleidung aus dünnen Stoffen angesagt. So kann immer ausreichend Luft an den Körper gelangen und einem Hitzestau wird entgegen gewirkt.
  • Wenn man schwitzt, verliert der Körper Mineralien. Diese können am besten mit Bananen wieder zugeführt werden.
  • Als gesunde Eisalternative könnt ihr euren Kleinen gekühlte Früchte anbieten.
  • Kommt es doch einmal zu einem Hitzschlag oder Sonnenstich, sollte die Körpertemperatur des Kindes gesenkt werden und sofort ein Notarzt gerufen werden.

Tipp: Habt immer eine mit Wasser gefüllte Sprühflasche dabei und benetzt eure Kleinen damit regelmäßig. Das sorgt neben der gewünschten Abkühlung auch für jede Menge Spaß.

Bildquellen

Mutter mit Kind: sasint – https://pixabay.com/de/erwachsene-asien-hintergrund-strand-1807500/

Mädchen im Wasser: alefunky – https://pixabay.com/de/m%C3%A4dchen-meer-ocean-kinder-strand-2225556/

Kinderfuß: himararte – https://pixabay.com/de/f%C3%BC%C3%9Fe-bebe-sand-finger-nagel-kind-2379302/

Junge wirft Sand: Pexels – https://pixabay.com/de/aktion-allein-strand-junge-kinder-2178843/

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