Wie süß die Kleinen doch aussehen, wenn sie schlafen! Wer kommt da schon auf die Idee, dass plötzlich etwas Schlimmes passieren könnte?

Noch immer gibt es das Phänomen des plötzlichen Kindstodes (SIDS) und die Ursachen sind bis heute nicht ausreichend erforscht.

Was können also frischgebackene Eltern noch tun, außer nicht zu rauchen, um das Risiko zu minimieren und ausreichend vorzubeugen?

Liebevolles Schmusen tut Vater und Kind gut

Die sicherste Schlaflage für Babys: Rückenlage

Es wird davon ausgegangen, dass es sich beim plötzlichen Kindstod um eine Atemstörung handelt, die vor allem in Tiefschlafphasen von Babys auftreten können.

Sicher ist nur, dass die Rate in Raucherhaushalten um einiges höher ist.

Also sollte euer Baby im ersten Lebensjahr immer auf dem Rücken schlafen. Die Atemwege bleiben damit frei und die Lunge kann sich ungehindert ausdehnen, was das Atmen erleichtert und zu einer besseren Sauerstoffversorgung führt.

Seit Ärzte davon abgeraten haben, Babys in Bauchlage schlafen zu lassen, ist die Anzahl der Fälle von plötzlichem Säuglingstod deutlich zurückgegangen.

Auch die Seitenlage ist keine optimale Schlafposition für Babys. Hierbei besteht die Gefahr, dass sich euer kleiner Spatz in die Bauchlage rollt.

Viele Eltern fragen sich jedoch, ob die Rückenlage nicht doch gefährlich ist, wenn sich der Säugling zum Beispiel erbricht.

Das Risiko, in Rückenlage an hochgewürgter Milch zu ersticken ist jedoch geringer als in allen anderen Liegepositionen. In dieser Lage befinden sich die oberen Luftwege oberhalb der Speiseröhre es fällt Babys leichter, zu schlucken.

Hinweis: Wenn euer kleiner Liebling wach ist, spricht nichts dagegen, ihn auch einmal in eine Bauch- oder Seitenlage zu drehen. So wird die Nacken- und Rückenmuskulatur gestärkt und einer Verformung des Kopfes vorgebeugt.

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Kinderbett mit Mobile aus Kuscheltieren

Welche Schlafstätte ist am sichersten?

Stubenwagen und »Wiegen bieten sich in den ersten Lebenswochen und -monaten an, da sie nicht zu groß sind und dem Neugeborenen ein Gefühl von Geborgenheit vermitteln.

Eine positive Auswirkung auf den Schlaf von Säuglingen sagt man Wiegen nach. Die rhythmischen, gleichmäßigen Schaukelbewegungen wirken beruhigend auf den Kleinen und lassen ihn schnell sanft in den Schlaf gleiten.

Eine Alternative zur Babywiege stellt die »Babyhängematte dar. Falls euer Schatz aber sehr unruhig schläft, ist davon eher abzuraten, da er aus der Hängematte fallen könnte. Tagsüber kann sie aber durchaus verwendet werden.

Sie regt den Gleichgewichtssinn an, entlastet die Bauchdecke, was vor allem Babys mit Verdauungsproblemen Erleichterung verschafft und passt sich optimal dem noch gekrümmten Rücken des Säuglings an.

»Gitterbetten eigenen sich sowohl für Babys als auch Kleinkinder. Vor allem während des ersten Lebensjahrs ist jedoch darauf zu achten, dass sich keine weichen Kissen oder Plüschtiere im Bett befinden, in denen das Baby mit dem Gesicht versinken könnte oder die zu einem Wärmestau führen könnten.

Auch der Abstand der Gitterstäbe ist wichtig. Dieser sollte maximal 6 cm betragen.

Entscheidet ihr euch dafür, euer Neugeborenes im Elternschlafzimmer schlafen zu lassen, hat es den Vorteil, dass es immer ganz in eurer Nähe ist. Das Baby kann die Atemgeräusche der Eltern hören und umgekehrt, was für beide Seiten äußerst beruhigend wirkt.

Außerdem ist die räumliche Nähe praktisch, wenn der Kleine nachts Hunger bekommt und gestillt werden möchte.

Wichtig: Achtet immer auf eine ausreichende Luftzirkulation. In Kinderwagen und Tragetaschen ist dies nicht gegeben, weswegen davon abzuraten ist, Babys darin schlafen zu lassen.

Die optimale Lage des Kinderbetts

  • Abseits von Bilderrahmen, Stromkabeln, Steckdosen, Lampen oder sonstigen Gegenständen, die das Baby greifen könnte.
  • Nicht vor dem Heizkörper
  • Nicht in der direkten Sonne
  • Nicht in Zugluft gefährdeten Bereichen
  • In einer rauchfreien Umgebung. Frische, klare Luft ist das A und O für einen gesunden, sicheren Schlaf!

Hinweis: Es wird davon abgeraten, Neugeborene direkt im Elternbett mitschlafen zu lassen, da dies laut Untersuchungen, das Risiko des Plötzlichen Kindstodes erhöhen kann. Das Elternbett ist mit der Matratze, den Kissen und der Decke für Erwachsene konzipiert und nicht für Säuglinge!

Liebevolle Berührungen helfen Babys schlafen

Ausstattung des Schlafplatzes

Hier gilt: Weniger ist mehr. Kissen, Felle oder Plüschtiere haben nichts im Babybett zu suchen. In den ersten 12 Monaten schlafen Babys am besten und sichersten ohne Kissen und Decken.

Danach kann bei Bedarf ein »flaches Babykissen verwendet werden. Diese Kissen sind speziell für Kleinkinder entwickelt worden.

Sie verhindern ein Einsinken des Kopfes und somit eine Überwärmung und einen gefährlichen Atemrückstau, bei dem der Säugling aufgrund der Kopflage seine eigene Atemluft wieder einatmet.

Anstatt einer Zudecke sollte bei Säuglingen ein »Schlafsack verwendet werden da dieser verhindert, dass euer Baby unter die Decke rutscht oder sich freistrampelt.

Der Halsumfang des Schlafsacks darf nicht größer als der Kopf des Babys sein. Für die perfekte Länge nimmt man einfach die Maße vom Hals abwärts plus ca. 10 cm, damit eure Kleinen nicht gleich herauswachsen.

Zu groß sollte der Schlafsack aber auch nicht sein, da sich euer Liebling sonst darin verwickeln könnte.

Soll dennoch eine »Decke verwendet werden, sollte diese unter der Matratze eingeschlagen werden und eurem Kleinen nur bis zur Brust reichen.

Achtet auch darauf, dass euer Liebling so gelegt wird, dass seine Füße fast das untere Ende des Bettes berühren. Nur so könnt ihr sichergehen, dass er mit seinem Kopf nicht unter die Bettdecke gerät.

Sicherheitshinweise

  • Auch wenn der Winter noch so kalt ist, Wärmeflaschen und Heizdecken haben im Babybett nichts zu suchen! Sie können zu Überhitzung, Atemrückstau und sogar Verbrühungen führen!
  • Babymützen sind sinnvoll für draußen, im Haus ist euer Kleiner ohne die Mütze besser beraten. Babys geben über ihren Kopf überschüssige Wärme ab. Wird dies durch eine Mütze verhindert, kann es zu einem gefährlichen Wärmestau kommen.
  • Wollt ihr prüfen, ob es eurem Kleinen zu kalt oder zu warm ist, reicht ein kurzer Griff in den Nacken. Dort lässt sich am einfachsten die Temperatur feststellen. Denn Händchen und Füßchen sind oft etwas kälter, ohne dass es dem Kleinen wirklich zu kalt ist. Stellt ihr fest, dass euer Baby im Nacken schwitzt, zögert nicht, ihn auch, während er schläft umzuziehen. Sicherheit geht vor!

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Tipps für den Matratzenkauf

  • Kauft die Matratze am besten zusammen mit dem Kinderbett. So geht ihr sicher, dass sie optimal passt und nicht hin und her rutschen kann.
  • Habt ihr ein gebrauchtes Kinderbett erstanden, sollte die Matratze aus hygienischen Gründen immer ersetzt werden.
  • Babymatratzen sollten nicht dicker als 10 cm sein und eher härter. Also nicht so weich, dass euer Baby einsinkt.
  • Informiert euch mittels Testberichten über die Qualität der angebotenen Babymatratzen. Sie sollte auf jeden Fall schadstoffgeprüft sein.
  • Neigt euer Kleiner zu Allergien, gibt es mittlerweile auch spezielle Allergiker-Matratzen im Handel.

Wichtig: Eine luftundurchlässige Nässeschutzauflage hat auf der Babymatratze nichts zu suchen! Sie verhindert die Luftzirkulation und begünstigt einen Wärmestau im Bett.

Hinweis: Es wird vermutet, dass auch Stillen dem Plötzlichen Kindstod vorbeugt. Wenn möglich solltet ihr euren Spatz mindestens das volle erste Jahr stillen. Das stärkt sein Immunsystem und kann so auch Allergien vorbeugen.

Teddys und andere Kuscheltiere haben im Babybett nichts verloren.

Das optimale Raumklima im Schlafzimmer

  • Die optimale Temperatur im Schlafzimmer beträgt zwischen 16 und 18°C.
  • Mit Folienthermometer, die man ans Bett kleben kann, kann die Raumtemperatur kontrolliert werden.
  • Optimale Luftfeuchtigkeit im Schlafzimmer: 50-60 %. Ist es feuchter, wird Schimmelbildung begünstigt. Zu trockene Luft trocknet die Schleimhäute der Atemwege aus, was zu einem erhöhten Erkältungsrisiko führt.
  • Häufiges Stoßlüften verbessert die Luftqualität im Schlafzimmer. Die Sauerstoffkonzentration erhöht sich und Erkältungsviren werden reduziert. Dies sollte aber nur durchgeführt werden, wenn sich das Baby in einem anderen Raum befindet.

Beherzigt man all diese Ratschläge, steht einer entspannten und friedlichen Nachtruhe nichts mehr im Wege.

Bildquellen

Babybett: andreapassaro – https://pixabay.com/de/mobile-wald-wiege-zimmer-junge-2448103/
Teddybär: niekverlaan – https://pixabay.com/de/baby-umarmung-blau-bett-schlafen-376531/
Vater mit Baby – PublicDomainPictures – https://pixabay.com/de/baby-kinder-niedlich-vater-papa-22194/
Babyhand: Pexels – https://pixabay.com/de/erwachsene-baby-schlafzimmer-decke-1850223/

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Kommentare

2 Kommentare

  1. Rigipsdübel

    Das ist ja mal ein informativer, sorgfältig mit Liebe zum Detail geschriebener Artikel. Vielen Dank! 🙂

    Antworten
    • SafetyMum

      Vielen Dank! 🙂

      Antworten

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